Judo wurde von Professor Jigoro
Kano (1860-1939) aus dem Jiu-Jitsu entwickelt, das auf den Techniken der
Samurai basierte. Reines Ziel war das Besiegen des Gegners.
Das Jiu-Jitsu empfand
Jigoro Kano als reformbedürftig.
Er entfernte alle gefährlichen
Techniken, fügte eigene Entdeckungen ein und schuf ein Erziehungssystem für Körper
und Geist („Natürlich lehrte ich in meiner Schule auch die Handfestigkeit,
einen Gegner zu besiegen, aber den größten Nachdruck legte ich doch auf die
innere Haltung, die Prinzipien und die Mentalität“).
1882 gründete er dann den KODOKAN
Judo (Judoschule in Tokyo).
Zur weiteren Verbreitung
des Judos in Deutschland sind folgende Ereignisse von Bedeutung:
- zu Beginn des 20. Jahrhunderts gelangen Berichte über japanische Kampftechniken nach
Europa
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ab 1901: Demonstration von japanischen
Kampftechniken in England
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1906: Demonstration von Jiu-Jitsu im
Kieler Hafen
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1906: Gründung der 1. Deutschen
Jiu-Jitsu Schule durch Erich Rahn
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1922: 1. Deutsche Meisterschaft im
Jiu-Jitsu
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ab 1929: Internationale Wettkämpfe im
Jiu-Jitsu
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1932: 1. Internationale Sommerschule in
Frankfurt am Main
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1932: Gründung des Deutschen Judo-Rings
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durch den 2. Weltkrieg wird die
Weiterverbreitung behindert
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1945 – 1948: Verbot durch die
Besatzungsmächte
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1953: Gründung des DJB
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1957: Erste Europameisterschaften im Judo
in Rotterdam
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1964: Judo wird olympische Disziplin bei
den 18. Olympischen Spielen in Tokyo.
Platzierungen für Deutschland:
2. Platz für Wolfgang Hoffmann
3. Platz für Klaus Glahn
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1969: Gründung der Männer-Bundesliga
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bis 1970: Judo für Frauen verboten
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1991: Einführung der Frauenbundesliga
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1992 Olympische Disziplin für Frauen